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Olga Scheps (Klavier)
Matinee

Foto: Künstler
Olga Scheps ist schön wie ein Werbemodel, aber ihr Laufsteg ist der Konzertsaal und ihre wahre Attraktivität zeigt sich in einem geradezu seelenvollen Klavierspiel: Die große, romantische Musik interpretiert sie mit einer Hingabe ans Werk und jeden modischen Kompromiss ausschließend, was sie von vielen jungen Handlungsreisenden mit Tönen im Gepäck abhebt. Wenn sie den Konzertsaal betritt, hat sie so gar nichts von einem Klavier-Girlie, zu dem geschickte Marktstrategen sie gern machen möchten; da ist sie ganz nach innen gekehrt; da gibt es nur „diese Holzkiste und mich”. An der „Holzkiste” sitzt die in Moskau geborene Olga Scheps seit ihrem vierten Lebensjahr, zunächst von ihren Eltern, einem Pianistenpaar, unterrichtet und dann an der Hochschule für Musik in Köln zum „neuen Stern am Chopin-Himmel” ausgebildet, wie die FAZ so bildhaft schrieb. Dass sie dadurch auf das Basketballspiel und auf das Inlineskaten verzichten musste, ist „der Preis, den man der Karriere schuldig ist”.
















