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Rückblick

23. April - 20:00 Uhr
Panoramakino

Fotos: Sebastian Bisch

BABYLON

von Yasmina Reza

Szenische Lesung mit Caroline Peters und Samuel Finzi
eingerichtet von Gerhard Ahrens

Der Inhalt
„Es ist nichts Reines in den menschlichen Beziehungen.“ (Yasmina Reza: „Babylon“)
Eine Frühlingsparty; Elisabeths Gäste stammen aus dem zeitgenössischen Bildungsbürgertum. Hinzukommen die Nachbarn Jean-Lino und Lydie, die nicht ganz in den Rahmen passen. Es kommt, wie es kommen muss: Der Streit um ein Bio-Huhn ist banaler Auslöser für ein Fiasko, in dessen Verlauf ein Mensch getötet wird. Yasmina Rezas neuer Roman „Babylon“ trägt einen programmatischen Titel: Gespräche und Widerrede führen zu Missverständnissen und Wutausbrüchen; ein jeder ist auf sich selbst fixiert und spricht in seiner eigenen Sprache, ohne den anderen zu verstehen. Am Ende bleibt die Erkenntnis, wie existenziell verletzte Gefühle und Demütigungen sich auswirken können.

Die Autorin
Mit ihrem vielfach preisgekrönten Theaterstück „Kunst“ von 1994 gelang der in Paris geborenen Autorin Yasmina Reza der internationale Durchbruch. Heute gehört sie zu den weltweit meistgespielten Theaterautoren. Ihr Stück „Der Gott des Gemetzels“ (2006) wurde nach ihrem eigenen Drehbuch von Roman Polanski verfilmt. Zu Rezas Romanen zählen „Glücklich die Glücklichen“ (2013) sowie ihr jüngstes Buch „Babylon“ (2016). Mit brillanten Dialogen und bitterer Komik seziert die Autorin die Abgründe der Wohlstandsgesellschaft, in der es nur wenig benötigt, um den brodelnden Kern der zwischenmenschlichen Beziehungen zum Ausbruch zu bringen. Zu Rezas Auszeichnungen gehört der renommierte Kythera-Preis (2014); zwei Jahre später erhielt sie den Prix Renaudot für „Babylon“. Die Movimentos Festwochen führten szenische Lesungen ihrer Stücke „Kunst“ und „Gott des Gemetzels“ sowie 2015 eine Bearbeitung des Romans „Glücklich die Glücklichen“ auf.

Die Interpreten
Aufgrund ihrer großen Wandlungsfähigkeit ist Caroline Peters zugleich renommierte Bühnendarstellerin und Fernsehstar. Als Ensemblemitglied des Burgtheaters tritt sie unter anderem in Yasmina Rezas „Bella Figura“ auf, wofür sie 2016 für den NESTROY-Preis nominiert wurde. In der deutschen Eifel steht die Schauspielerin seit 2007 als Kommissarin Sophie Haas in der Krimiserie „Mord mit Aussicht“ vor der Kamera und wurde für diese Rolle mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet. Bei den Movimentos Festwochen 2015 war Caroline Peters in „Nicht nur zur Weihnachtszeit“ von Heinrich Böll und ein Jahr später in Andersens Märchen „Die Schneekönigin“ zu erleben.

Die Kritik bezeichnet ihn als „bedingungslosen Echtzeitspieler“ mit enormer körperlicher Konzentration und erfindungsreichen Reaktionen: Theaterengagements führten Samuel Finzi an zahlreiche deutsche Bühnen sowie an das Burgtheater Wien. Für seine darstellerischen Leistungen erhielt er den Gertrud-Eysoldt-Ring 2015 sowie den Deutschen Schauspielerpreis 2016. Neben Fernsehproduktionen wie „Flemming“ und den Verfilmungen von Martin Suters „Allmen“-Krimis spielte Finzi in Robert Schwentkes „Der Hauptmann“ (2017). Das Publikum der Movimentos Festwochen erlebte ihn bereits in Yasmina Rezas „Der Gott des Gemetzels“ sowie 2017 in der szenischen Lesung von Florian Zellers „Die Wahrheit“.