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Rückblick

30. April - 20:00 Uhr
Panoramakino

Foto: Sebastian Bisch

BEYOND THE SEA

von William Somerset Maugham

Szenische Lesung mit Sophie Rois aus „Vessel of Wrath"
eingerichtet von Clemens Schönborn

Der Inhalt
Eine einsame Insel im Pazifik. Hier stranden der Lebemann und notorische Trinker Ginger Ted und die sittenstrenge Missionarin Miss Jones nach einem Bootsunglück. Voller Furcht sieht Miss Jones der Nacht entgegen: Wird der brutale Mann sie gewaltsam ihrer Jungfräulichkeit berauben? Es kommt anders, und die Insel wird zum Schauplatz leidenschaftlicher Verflechtungen.
Der Originaltitel der Kurzgeschichte, „The Vessel of Wrath“ (erschienen 1931), verweist auf den Brief des Paulus an die Römer, in dem es heißt, der Herr habe „mit vieler Langmut die Gefäße des Zorns ertragen“, jedoch den „Reichtum seiner Herrlichkeit“ an den „Gefäßen des Erbarmens“ zu erkennen gegeben.

Der Autor
William Somerset Maugham (1874–1965) zählt zu den meistgelesenen englischen Autoren des 20. Jahrhunderts; auch seine Theaterstücke werden bis heute vielfach inszeniert. Er hinterließ ein immenses Œuvre an Kurzgeschichten, Romanen und Dramen, die meist in den von heruntergekommenen Europäern zerrütteten ostasiatischen Kolonien Englands spielen. Maughams Biografie selbst enthält den Stoff für mehrere literarische Werke: Er studierte Medizin, hatte jedoch bald großen – auch finanziellen – Erfolg als Bühnenautor und Romancier. Während des Ersten Weltkriegs arbeitete er für den britischen Geheimdienst MI6 und berichtete aus den USA und Russland. Später bereiste er die englischen Kolonien in Ostasien und fand hier den Großteil seiner literarischen Themen.

Die Interpretin

Es sind die herausfordernden und uneindeutigen Rollen, die Sophie Rois bevorzugt. Dabei gelingt ihr ein subtiles Gleichgewicht zwischen Innigkeit und Exzentrik, was sie in zahlreichen Filmrollen sowie u.a. an der Berliner Volksbühne in Inszenierungen von René Pollesch, Frank Castorf und Christoph Marthaler bewies. Für ihre Theaterarbeit wurde Rois 2012 mit dem Theaterpreis Berlin ausgezeichnet; im selben Jahr ehrte sie das Magazin „Theater heute“ als Schauspielerin des Jahres. Im Dezember 2017 erhielt sie den Eysoldt-Ring. Seit ihr 1993 der Durchbruch als Filmschauspielerin gelang, wirkte sie in zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen mit. 2011 erhielt sie den Bayerischen Filmpreis, den Preis der Deutschen Filmkritik und den Deutschen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in Tom Tykwers Erotik-Drama „Drei“. Zu ihren aktuellen Kinofilmen zählen „Burg Schreckenstein“ und „Glück ist nichts für Weicheier“ von 2017.

Bei den Movimentos Festwochen ist Sophie Rois seit 2008 regelmäßig zu Gast, zuletzt in den szenischen Lesungen „Die Englische Geliebte“ von Marguerite Duras, Dürrenmatts „Die Physiker“ und Molières „Menschenfeind“. Zuletzt war sie 2014 mit Samuel Becketts „Glückliche Tage“ in der Autostadt zu erleben.