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Rückblick

5. und 6. Mai - 18:00 Uhr
Panoramakino

Fotos: Sebastian Bisch

HEILIG ABEND

von Daniel Kehlmann

Szenische Lesung mit Iris Berben und Thomas Thieme
eingerichtet von Gerhard Ahrens und Bernd Kauffmann

5. und 6. Mai 2018, 18:00 Uhr, Panoramakino, Autostadt


Der Inhalt
In seinem Theaterstück „Heilig Abend“ begeht der Autor Daniel Kehlmann das Fest der Nächstenliebe auf gänzlich neue Weise: Am 24. Dezember um 22.30 Uhr verhört der Polizeibeamte Thomas die Philosophieprofessorin Judith. Sie wird verdächtigt, einen Anschlag geplant zu haben, bei dem um 24 Uhr in der Heiligen Nacht eine Bombe explodieren soll. Zwischen dem konservativen Sicherheitsbeamten und der linksintellektuellen Hochschullehrerin entwickelt sich ein raffinierter Zweikampf, in dem Grundprinzipien unserer Demokratie – Freiheit, Sicherheit und Gerechtigkeit – verhandelt werden. Das Verhör gerät zu einem Schlagabtausch zwischen System und Systemkritik, zwischen Staatsgewalt und Bürgerprotest. Und für beide Seiten stellt sich die Frage: Ist Gewalt ein gerechtfertigtes Mittel, um – aus der jeweiligen Perspektive heraus – Gutes zu erreichen?

Der Autor

Daniel Kehlmann, 1975 geboren, zählt zu den bekanntesten Autoren des deutschsprachigen Raums. Bereits sein zweiter Roman „Ich und Kaminski“ (2003) war ein internationaler Erfolg; 2005 folgte „Die Vermessung der Welt“, der zu den erfolgreichsten deutschen Romanen der Nachkriegsliteratur zählt. Beide Bücher wurden verfilmt und mehrfach ausgezeichnet. Sein neuestes Werk „Tyll“, eine Neuerfindung des Till-Eulenspiegel-Mythos, erschien im Herbst 2017. Als Bühnenautor wurde Kehlmann 2012 für sein Debüt „Geister in Princeton“ mit dem NESTROY-Theaterpreis ausgezeichnet; „Der Mentor“ ist seit 2017 im Londoner West End zu sehen. Kehlmanns neuestes Stück „Heilig Abend“, wie „Der Mentor“ eine Auftragsarbeit für das Theater in der Josefstadt in Wien, wurde dort am 2. Februar 2017 uraufgeführt.


Die Interpreten

Schauspielerische Intensität zeichnet die große Charakterdarstellerin ebenso aus wie ihr politisches Engagement: Iris Berben zählt zu den populärsten Film- und Fernsehdarstellerinnen Deutschlands. Über viele Jahre verkörperte sie die Fernsehkommissarin Rosa Roth, zu ihren jüngsten Kinofilmen gehören „Jugend ohne Gott“ von Alain Gsponer und „High Society“ von Anika Decker (beide 2017). Mit der ZDF-Krimiserie „Die Protokollantin“ kehrt Iris Berben 2018 in einer skurril-sympathischen Hauptrolle auf den Fernsehschirm zurück. Die Schauspielerin engagiert sich gegen Rassismus und Antisemitismus und ist Präsidentin der Deutschen Filmakademie. Bei den Movimentos Festwochen tritt Iris Berben seit 2010 regelmäßig auf; zuletzt 2013 in „Lob der Toleranz“ und 2014 in „Wer hat Angst vor Virginia Wolf?“.

Eine ausgeprägte Körperlichkeit, verbunden mit Charisma und Sensibilität, machen seine schauspielerische Präsenz aus: Thomas Thieme gehört seit Langem zu den beliebtesten Darstellern innerhalb des deutschsprachigen Films; zu seinen jüngsten Produktionen gehören „Er ist wieder da“ (2015) und „Kundschafter des Friedens“ (2016). Thieme erhielt 2014 die Goldene Kamera als bester deutscher Schauspieler. In Tom Tykwers neuer TV-Serie „Babylon Berlin“ (2017) ist er als Karl Zörgiebel zu sehen. Als begnadeter Bühnendarsteller arbeitete Thieme an zahlreichen namhaften Bühnen des deutschsprachigen Raums in Inszenierungen von Einar Schleef, Robert Wilson, Claus Peymann, Luk Perceval und Frank Castorf. Thomas Thieme begeistert das Movimentos Publikum seit 2007 in Inszenierungen und Lesungen wie „Schluss mit den Meisterwerken“ (2012), „Lob der Toleranz“ (2013) und in „Wer hat Angst vor Virginia Wolf?“ (2014).