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Programm

24. April - 20:00 Uhr
Panoramakino 
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Fotos: Renate Neder, Vanessa Maas, Stefan Klüter, Mathias Bothor

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DIE WAHRHEIT
Von Florian Zeller

Szenische Lesung mit Margarita Broich, Maria Schrader, Samuel Finzi und Wolfram Koch
Eingerichtet von Gerhard Ahrens und Bernd Kauffmann

Aufführung am 24.04.2017 um 20:00 Uhr im Panoramakino

DER INHALT
„Wenn die Leute von heute auf morgen aufhören würden, sich zu belügen, gäbe es kein einziges Paar mehr auf Erden. Und in gewisser Hinsicht wäre das das Ende der Zivilisation.“ Davon ist Michel überzeugt. Aus gutem Grund, hat er doch ein Verhältnis mit Alice, der Ehefrau seines besten Freundes Paul. Alice jedoch leidet unter dem Verschweigen der Wahrheit und will sich ihrem Mann offenbaren. Dieser Drang, sein Gewissen zu beruhigen, zeuge von purem Egoismus, findet Michel. Bei einer Aussprache zwischen den Männern eröffnen sich Michel dann jedoch ganz unerwartete Wahrheiten.
Florian Zeller schuf aus einer eigentlich banalen Grundkonstellation eine raffinierte Komödie mit vieldeutigen Charakteren und brillanten, pointierten Dialogen. Anstelle einer Analyse bürgerlicher Moral und gesellschaftlicher Verhaltensweisen liefert der Autor eine Versuchsanordnung, in der er lustvoll mit der „Wahrheit“ als einem äußerst facettenreichen Phänomen spielt, dessen befreiende Wirkung im „richtigen Leben“ oft als Last empfunden wird. Nicht von ungefähr stellt Zeller seinem Stück Voltaires frivoles Zitat voran: „Die Lüge ist eine Tugend, wenn sie es erlaubt, das Leiden zu vermeiden. Lügen Sie, meine Damen ... Seien Sie tugendhaft ... Ich werde Ihnen bei Gelegenheit Gleiches mit Gleichem vergelten.“

DER AUTOR
Florian Zeller, 1979 in Paris geboren, gehört zu den talentiertesten zeitgenössischen Autoren Frankreichs. Für seinen Roman „La fascination du pire“ („Die Faszination des Bösen“) wurde er 2004 mit dem Prix Interallié ausgezeichnet. Im gleichen Jahr erschienen seine ersten Theaterstücke. Nur zwei Jahre später erhielt Zeller für sein Erfolgsstück „Wenn du tot wärst“ den Prix du Jeune Théâtre de l’Académie française. Aktuell feiert Zeller in Europa und am New Yorker Broadway Erfolge mit dem Stück „Der Vater“, für das er den Prix Molière erhielt.

DIE INTERPRETEN
Margarita Broich spielte auf namhaften deutschsprachigen Bühnen sowie bei den Salzburger Festspielen. Darüber hinaus ist sie regelmäßig in Film- und Fernsehproduktionen zu sehen: Seit 2015 gibt sie die Hauptkommissarin Anna Janneke im Frankfurter „Tatort“, im Kino war sie zuletzt 2016 in der vielbesprochenen Literaturverfilmung „Das Tagebuch der Anne Frank“ von Hans Steinbichler zu sehen. Die ausgebildete Fotografin findet zudem viel Anerkennung für ihre ungewöhnlichen Künstlerporträts.

In der Darstellung ihrer Figuren verbindet Maria Schrader ungehemmte Präsenz mit ernster Neugier und kindlichem Schalk. Die in Hannover geborene Schauspielerin wurde mit dem Deutschen Filmpreis und dem Silbernen Bären der Berlinale ausgezeichnet. Aktuell gehört Maria Schrader dem Ensemble des Deutschen Schauspielhauses Hamburg an. Ihr Regiedebüt „Liebesleben“ nach Zeruya Shalev kam 2007 in die deutschen Kinos. Ihr aktueller Film „Vor der Morgenröte“, bei dem sie Regie führte, wurde als österreichischer Beitrag für den Oscar „Bester ausländischer Film 2017“ ausgewählt.

Samuel Finzis Theaterengagements führten bislang an zahlreiche deutsche Bühnen sowie an das Burgtheater Wien; er arbeitete bereits unter der Regie von Benno Besson, Robert Wilson, Frank Castorf und Dimiter Gotscheff. Für seine darstellerische Leistung in „Warten auf Godot“ am Deutschen Theater Berlin erhielt er 2014 – wie auch Wolfram Koch – den Gertrud-Eysoldt-Ring. Neben Fernsehproduktionen wie „Flemming“ spielte Finzi 2016 in der Komödie „SMS für Dich“ von Karoline Herfurth.

Wolfram Koch
war Ensemblemitglied am Schauspielhaus Bochum, seit dem Jahr 2000 arbeitet er frei u. a. am Schauspiel Frankfurt, an der Berliner Volksbühne, am Deutschen Theater Berlin und am Wiener Burgtheater. Seit 2015 ermittelt Wolfram Koch gemeinsam mit Margarita Broich im „Tatort“ aus Frankfurt, Kochs Wohnort.