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Programm

13., 14. und 21. April - 18:00 Uhr
Panoramakino 
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Foto: Sebastian Bisch

MARX IN SOHO

Schauspiel von Howard Zinn mit Boris Aljinovic
Regie: Bernd Kauffmann

13., 14. und 21. April 2018, 18:00 Uhr, Panoramakino, Autostadt

Der Inhalt
Karl Marx kehrt zurück in die Welt. Eine Stunde nur darf er nach so langer Zeit einmal nachsehen, was aus seinem „Kapital“ geworden ist und aus seinem Aufschrei, dem „Kommunistischen Manifest“. Heute sieht er manche Dinge anders, er weiß, wo er irrte und wo er schrecklich Recht behielt. Er bestaunt das Wunder der Marktwirtschaft, sinniert über die Religion, die er „Opium des Volkes“ genannt hatte – und nicht, wie es Lenin falsch zitierte, Opium für das Volk. Doch anstatt – wie bei der „Obersten Behörde“ beantragt – erneut im Londoner Soho des späten 19. Jahrhunderts anzukommen, landet er im heutigen Soho in New York. Die sozialen Probleme, mit denen er hier konfrontiert wird, sind ihm allerdings wohl vertraut. Marx verteidigt seine sozialrevolutionären Ideen.  Er bekennt seine Irrtümer und erweist sich noch immer als ein Denker, dem die Ungerechtigkeit und die Entwürdigung seiner Mitmenschen den tiefsten Schmerz bereitet.

Der Historiker Howard Zinn veröffentlichte seinen Marx-Monolog 1999, als mit Francis Fukuyamas These vom „Ende der Geschichte“ die Ideen von Marx gerade wieder einmal besonders „totgesagt“ waren und zugleich die Marktwirtschaft in den früheren Einflussgebieten der untergegangenen Sowjetunion in besonderer „Raubtierhaftigkeit“ auftrat, also in jenem Zustand, in dem Marx sie zu seinen Leb- und Schaffenszeiten vorfand und beschrieb. In plastischer Sprache stellt der Autor das gründlich recherchierte Leben von Karl Marx dar, nicht ohne auf einige groteske Widersprüche zu verweisen. Die Geburt des deutschen Philosophen und Gesellschaftstheoretikers Karl Marx jährt sich am 5. Mai 2018 zum 200. Mal.

Der Autor
Howard Zinn (1922–2010) war ein US-amerikanischer Historiker und Politwissenschaftler mit einem Lehrstuhl an der Boston University. Gemäß seinem wissenschaftlichen Ansatz der „Geschichte von unten“ standen in seinen Forschungen die Bürgerrechts- und Friedensbewegungen, denen er seit den 1960er Jahren nahe stand, im Mittelpunkt. Zu einem Bestseller der alternativen Geschichtsschreibung wurde Zinns 1980 erschienenes Buch „A People’s History of the United States“ (in deutscher Übersetzung: „Eine Geschichte des amerikanischen Volkes“, 2007), in dem er die Entwicklung der Vereinigten Staaten aus der Perspektive derjenigen rekapituliert, die außerhalb des Establishments stehen.

Der Interpret
Seit vielen Jahren ist Boris  Aljinovic regelmäßig auf der Bühne des Renaissance-Theaters Berlin sowie am St. Pauli Theater Hamburg zu sehen. Der gebürtige Berliner spielte in verschiedenen Kino- und Fernsehfilmen, unter anderem gab er den Kommissar Stark des Berliner „Tatorts“. Mit einprägsamer und variationsreicher Stimme nahm Aljinovic zahlreiche Hörbücher auf, wofür er mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet wurde.

Bei den Movimentos Festwochen konnte man Boris Aljinovic erstmals 2011 in der Lesung „Das Bildnis des Dorian Gray“ erleben. In „Seite Eins“ von Johannes Kram stand er schon einmal 2015 mit einem Theatermonolog auf der Bühne; im Jahr darauf las er gemeinsam mit Claudia Michelsen aus „Ende einer Liebe“ von Pascal Rambert.