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Programm

14. und 15. April - 20:00 Uhr
Kraftwerk 
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Foto: Charles Freger

COMPAGNIE DCA / PHILIPPE DECOUFLÉ

14. April 2018, 20:00 Uhr und 15. April, 18:00, KraftWerk
Werkeinführung am 14. April um 19:15 Uhr im KraftWerk mit Bernd Kauffmann und Jürgen Wilcke

DAS PROGRAMM

Nouvelles Pièces Courtes
(Deutschlandpremiere)
Regie und Choreografie: Philippe Decouflé
Choreografische Assistenz: Alexandra Naudet
Besetzung: Flavien Bernezet, Meritxell Checa Esteban, Raphael Cruz, Julien Ferranti, Alice Roland, Suzanne Soler, Violette Wanty
Komposition: Pierre Le Bourgeois - Peter Corser, Raphael Cruz und Violette Wanty (duo), Cengiz Djengo Hartlap
Zusätzliche Musik: Antonio Vivaldi: Ausszüge aus Stabat Mater (Andreas Scholl, Ensemble 415 Chiara Bianchini) und aus dem Concerto für 2 Mandolinen in G-Dur (Claudio Scimone) / Antonio Carlos Jobim, Samba de Uma Nota Só (The Composer of Desafinado Plays) Hoopi Sol, Farewell Blues / Joseph Racaille, Cléo Mambo / Tau Moe Family, E Mama Ea / Paulinho Da Viola, Dança de Solidão / Shugo Tokumaru, Bricolage music (Toss album)

Text: Alice Roland
Licht: Begoña Garcia Navas
Video: Olivier Simola und Laurent Radanovic
Bühne: Alban Ho Van
Kostüme: Laurence Chalou, Jean Malo

Spieldauer: 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause
Weltpremiere: 16. Mai 2017, La Rochelle

Produktion: Compagnie DCA / Philippe Decouflé
Koproduktion: Chaillot – Théâtre National de la Danse, Paris; La Coursive – Scène Nationale de La Rochelle, La Rochelle; Espace Malraux – Scène Nationale de Chambéry et de la Savoie, Chambéry; La Filature – Scène nationale de Mulhouse, Mulhouse; Théâtre de Nîmes – Scène Conventionnée pour la Danse Contemporaine, Nîmes; Bonlieu – Scène Nationale d'Annecy, Annecy.

Mit Unterstützung des Théâtre National de Bretagne, Rennes, Frankreich

Die Compagnie DCA ist gefördert durch DRAC Île-de-France – Französisches Ministerium für Kultur und Kommunikation, das Departement Seine-Saint-Denis und die Stadt Saint-Denis. Das Institute Français fördert die Compagnie DCA regelmäßig für Übersee-Tourneen und die Region Île-de-France für Investitionen. Philippe Decouflé und die Compagnie DCA sind mit dem Chaillot – Théâtre National de la Danse in Paris assoziiert.

Für „Nouvelles Pièces Courtes“ schuf Philippe Decouflé eine Reihe kleinerer Choreografien, die zusammen einen faszinierenden Einblick in den vielfältigen Formen- und Stilkosmos der Compagnie DCA geben. Sein Interesse für die Kurzform resultiere, so der Choreograf, im Grunde aus dem Rock 'n' Roll. Dessen kurze, effiziente Musikstücke gewännen an kompakter Energie, was sie an Länge einbüßten. Ein für den Tanz bestens geeignetes System, seien Choreografien doch häufig eher poetisch als narrativ.

Zugleich folgt Decouflé damit einer Tradition des zeitgenössischen Tanzes: Choreografen von George Balanchine bis Merce Cunningham, von Martha Graham bis Alwin Nikolaïs schufen Aufführungen, die modular aus mehreren kürzeren Stücken zusammengestellt waren. Eine Herangehensweise, die es dem Publikum ermöglicht, an einem Abend in verschiedene Tanzsprachen und mit ihnen in unterschiedliche Welten und Stimmungen einzutauchen.

DIE COMPANY
Die Compagnie DCA / Philippe Decouflé verbindet zeitgenössischen Tanz mit Elementen des Zirkus, der Akrobatik sowie der Videotechnik. Letztere ermöglicht es den Tänzern, mit ihren eigenen Videoprojektionen zu interagieren oder sich in poetischen Schattenspielen zu bewegen. In diesem raffinierten Zusammenspiel von Tanz, Videoelementen, Bühnenbild und Musik entstehen Choreografien, die faszinierende Bilder zwischen Wirklichkeit und Illusion zu einer ganz eigenen Bühnenwahrheit verschmelzen lassen. Zugleich sind die Darbietungen der Compagnie DCA / Philippe Decouflé erfüllt von gegensätzlichen Stimmungen: Von Momenten sensibler Ernsthaftigkeit und lakonischer Melancholie wechseln sie zu spielerischer Leichtigkeit und slapstickartigem Übermut – ohne dabei ihre Imaginationskraft und die oft atemberaubende Schönheit ihrer Bewegungen zu verlieren.

Die Compagnie DCA / Philippe Decouflé wurde 1983 gegründet und arbeitet als Werkstattkollektiv, in dem Künstler und Techniker aus den verschiedensten Disziplinen zusammenwirken und neue performative, tänzerische und mediale Formen erproben. Als Arbeitsort dient ihnen ein ehemaliges Elektrizitätswerk im Pariser Vorort Saint-Denis. Hochspannung erzeugte die energiegeladene Gruppe auch bei den Movimentos Festwochen der Autostadt, als sie 2007 mit „Sombrero“ und 2011 mit „Octopus“ zu erleben war.

DER KÜNSTLERISCHE LEITER UND CHOREOGRAF
Philippe Decouflé wurde zunächst an der École du Cirque de Paris bei dem französischen Multitalent Annie Fratellini und dem Pantomimen Marcel Marceau ausgebildet. Am Centre national de danse contemporaine studierte er bei Alwin Nikolaïs und tanzte dann bei Merce Cunningham in New York. In der amerikanischen Metropole entdeckte Decouflé die für seine Choreografien so charakteristisch gewordene Videotechnik, die zum großen Erfolg der Compagnie DCA / Philippe Decouflé beitrug.

Decouflé ist fasziniert von Bildern, geometrischen Formen und der Ästhetik des Videoclips, die sowohl in seine Bühnenarbeiten als auch in seinen Tanzfilmen, Musikvideos und Werbespots einfließen. Er sagt über seinen kulturellen Hintergrund, dass Comics, Musicals, Nachtklubtanz und der Bauhaus-Architekt und Erfinder des Triadischen Balletts, Oskar Schlemmer, ihn entscheidend beeinflusst haben.

Viele seiner Arbeiten wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet, und spätestens seit seinen spektakulären Inszenierungen für die Olympischen Winterspiele in Albertville 1992 sowie für die Extravaganza „Triton“ bei der Fußball-WM 1998 in Paris gehört Philippe Decouflé zu den populärsten französischen Choreografen. Neben seiner Arbeit mit DCA führte Decouflé 2011 Regie bei Cirque du Soleil; 2015 entstand das Tanz- und Musikstück „WieBo“, das als Hommage an David Bowie zur Eröffnung der Ausstellung „David Bowie is“ in Paris gezeigt wurde.