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Rückblick

8.Mai - 20:00 Uhr
Panoramakino

Foto: Sebastian Bisch

EMMA SEI STARK!
Die Gedankenfreiheit der Frauen. Ein Dialog über die Jahrhunderte
Aus Texten von Jane Austen, Sophie von La Roche, Carson McCullers, Irmgard Keun, Charlotte Roche und anderen Autorinnen verschiedener Epochen

Szenisch-musikalische Lesung mit Anna Thalbach, Maren Kroymann und Sonja Beisswenger
Eingerichtet von Anna Hartwich und Ulrike Sárkány

Aufführung am 08.05.2017 um 20:00 Uhr im Panoramakino

Musik: Katharina Bäuml, Schalmei, und Margit Kern, Akkordeon

DER INHALT
Ich werde nicht länger still zuhören
Das Werk der englischen Schriftstellerin Jane Austen, die vor 200 Jahren, am 18. Juli 1817, starb, ist das einzige Zeugnis weiblicher Ironie und Sprachgewitztheit, das es aus dieser Zeit gibt. Man kann davon ausgehen, dass es auch damals überall auf dem Globus ähnlich kluge Frauen gab, doch nur beim englischen Landadel und im englischen Verlagsgeschäft gab es die Möglichkeit, dass die Romane gedruckt und in landesweiten Büchereien zum Verleih angeboten wurden. Jane Austen war keine Revolutionärin, sie kritisierte das bestehende Gesellschaftssystem ihrer Zeit in keiner Zeile. Und doch gibt sie noch heute jedem, der aufmerksam liest, das Handwerkszeug zur Veränderung seiner Gesellschaft.
In einer szenisch-musikalischen Lesung wird ein Blick in die geschichtlich-geografische Runde weiblichen Schreibens geworfen, dessen Protagonistinnen in einen imaginären Dialog miteinander treten. Ob Sophie von La Roche im Deutschland der Goethezeit, Irmgard Keun in der Weimarer Republik oder Charlotte Roche in der Welt unserer Tage – sie alle haben eine Botschaft. Und diese Botschaft ist immer eine der Freiheit des Denkens. Mit der Freiheit des Denkens wird das Recht auf Freiheit des Handelns eingefordert, doch der sind immer wieder Grenzen gesetzt. Jede Epoche hat ihre eigenen Schranken.

EINRICHTUNG
Anna Hartwich, geboren 1960 in Berlin, studierte Romanistik in Paris und Germanistik in Berlin. Zehn Jahre war sie als Übersetzerin, Dolmetscherin und in verschiedenen Bereichen des Hörfunks beim Sender Freies Berlin tätig. Seit 1993 ist sie Regisseurin und Redakteurin der Sendereihe „Am Abend vorgelesen“ in der Literaturabteilung von NDR Kultur in Hannover. Unter ihrer Regie entstanden zahlreiche Lesungen und Hörbücher mit renommierten Schauspielern, darunter Lew Tolstois „Anna Karenina“ (2013) mit Ulrich Noethen. Sie ist auch Autorin und Regisseurin literarischer Abende, z. B. von „Kurt Schwitters – Bürger haben kurze Fliegen“. Bei den Movimentos Festwochen waren bereits ihre literarisch-musikalischen Abende „Die Dichter und der große Krieg 1914“ (2014) und „200 Jahre Waterloo“ (2016) zu erleben.

Ulrike Sákárny studierte Germanistik und Anglistik und arbeitete beim Deutschsprachigen Dienst der BBC in London. Seit 2014 ist sie Leiterin der NDR Kultur Literaturredaktion in Hannover. Bis heute wird sie nicht müde, den Kontakt mit Autoren und Verlagen zu halten, die Neuerscheinungen zu sichten und die schönsten Bücher für das Programm von NDR Kultur auszuwählen.

DIE INTERPRETEN
Anna Thalbach ist seit über 20 Jahren in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen und spielte an renommierten Bühnen wie dem Münchner Residenztheater, dem Berliner Ensemble oder dem Schauspielhaus Zürich. 2016 trat sie – gemeinsam mit ihrer Tochter Nellie – in Katharina Thalbachs Inszenierung der „Glasmenagerie“ von Tennessee Williams an der Komödie am Kurfürstendamm auf. Im selben Jahr kam die Filmkomödie „Meier Müller Schmidt“ in die deutschen Kinos.

Als Schauspielerin ist Maren Kroymann dem Publikum durch zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen bekannt, darunter die Verfilmung von Sarah Kuttners Roman „Mängelexemplar“ (2016). Als Kabarettistin amüsiert sie das Publikum u. a. im „Scheibenwischer“ mit feministischen Programmen und hatte von 1993 bis 1997 mit „Nachtschwester Kroymann“ eine eigene Satiresendung. Als Sängerin hat sie ihr aktuelles Bühnenprogramm „In my Sixties“ der Popmusik der 1960er Jahre und der Befreiung aus rigiden Moralvorstellungen gewidmet.

Die Schauspielerin Sonja Beißwenger studierte an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. In ihrem ersten Engagement am Schauspiel Hannover spielte sie die Desdemona in Shakespeares „Othello“ und den Mephisto in Goethes „Faust“. Von 2009 bis 2015 war sie Ensemblemitglied des Staatsschauspiels Dresden. Seit Sommer 2015 ist Beißwenger freischaffend tätig.

Die Oboistin Katharina Bäuml spielte in Orchestern wie dem Orquesta Barroca de Sevilla, Les Musiciens du Louvre und der Akademie für Alte Musik Berlin sowie unter Dirigaten von Claudio Abbado und Pierre Boulez. Mit der Schalmei, einer im im Mittelalter aus Asien nach Europa gekommenen Vorgängerin der Oboe, hat Katharina Bäuml ein lange vergessenes Instrument wiederbelebt und gehört zu dessen führenden Interpretinnen. Bäuml unterrichtet in Hannover und Genf.

Gemeinsam mit der Akkordeonistin Margit Kern widmet sich Bäuml unter dem Namen Ensemble Mixtura vor allem Aufführungen Neuer Musik.

Margit Kern konzertiert mit Solo-Recitals und als Kammermusikerin in Europa, den USA und Südkorea. Als Gast spielt sie u. a. bei der musikFabrik NRW und beim Ensemble Modern sowie beim Seoul Spring Festival, den Weltmusiktagen in Stuttgart sowie dem Forum neuer Musik des DLF. Neben diversen Uraufführungen zeitgenössischer Kompositionen veröffentlichte Kern zwei Solo-CDs. Margit Kern lehrt an der Hochschule für Künste Bremen im Fachbereich Musik.

In Zusammenarbeit mit NDR Kultur
Sendung am Sonntag, 9. Juli 2017, um 20:00 Uhr im Sonntagsstudio auf NDR Kultur