Sa
3
 
 
 
 

Rückblick

21.-23. April - 20:00 Uhr
KraftWerk

Foto: Jean-Claude Carbonne

COMPANY: BALLET PRELJOCAJ

Choreografie: La Fresque (Deutschlandpremiere), nach der chinesischen Sage „Das Wandgemälde“
Herkunft: Aix-en-Provence, Frankreich
Künstlerischer Leiter und Choreograf: Angelin Preljocaj
Musik: Nicolas Godin
Gesamtspieldauer: 1 Stunde 20 Minuten (keine Pause)

Produktion Ballet Preljocaj
Koproduktion Grand Théâtre de Provence, Maison des Arts de Créteil, Théâtre National de Chaillot - Théâtre de la Ville - Paris, Scène Nationale d’Albi, National Taichung Theater (Taiwan)

Aufführungen am 21.04., 22.04. und 23.04.2017 um 20:00 Uhr im KraftWerk
Werkeinführung am 21.04.2017 um 19:15 Uhr im KraftWerk mit Bernd Kauffmann und Jürgen Wilcke

DIE CHOREOGRAFIE
In seiner neuesten Choreografie La Fresque – das Fresko – beschäftigt sich Preljocaj mit einem traditionellen Märchen aus China. Es erzählt von der übernatürlichen Kraft der Malerei und der Möglichkeit, durch sie in eine Dimension der Illusion eintreten zu können. Die Choreografie übersetzt das Märchen in unsere Zeit und verwendet es als eine Metapher für den Übergang: Die Malerei, stellvertretend für alle Künste, steht dabei symbolisch für die Beziehungen zwischen der Realität und ihrer Repräsentation in der Kunst, aber auch in zeitgenössischen virtuellen Welten. Die Arbeit verweist zudem auf Platons Höhlengleichnis, das die menschliche Existenz hinterfragt. Angelin Preljocaj, der bereits Märchen wie „Schneewittchen“ und Legenden wie „Siddharta“ in Tanz übersetzt hat, nutzt für „La Fresque“ eine bildhafte, fast naive Tanzsprache voller Schönheit und Grazie und versetzt seine Tänzerinnen und Tänzer in ein ausgefeiltes Bühnen-Setting.

DIE COMPANY
Das Ballet Preljocaj zeichnet sich durch eine pointierte und virtuose Tanzsprache aus, in der vielfältige Facetten aus klassischem Ballett und zeitgenössischem Tanz ineinanderfließen. 1984 im französischen Département Val-de-Marne bei Paris gegründet, verlegte das Ensemble 1996 seinen Sitz nach Aix-en-Provence und avancierte dort zum Motor eines weithin beachteten Zentrums der Choreografie. Neben zahlreichen Auftritten im In- und Ausland engagiert sich das Ballet Preljocaj, den zeitgenössischen Tanz in einem breiten Spektrum erlebbar zu machen. Dieses Engagement reicht von Vorträgen über Tanzworkshops bis hin zu tänzerischen Darbietungen im öffentlichen Raum.

DER KÜNSTLERISCHE LEITER UND CHOREOGRAF
Angelin Preljocaj wurde als Sohn albanischer Migranten in der Nähe von Paris geboren. Zunächst studierte er klassisches Ballett und wechselte anschließend zum zeitgenössischen Tanz. Nach einem Aufenthalt in New York, wo er mit den Choreografen Zena Rommett und Merce Cunningham zusammenarbeitete und bei Viola Farber und Quentin Rouiller studierte, kehrte er nach Frankreich zurück, setzte seine Ausbildung fort und gründete dort 1984 sein eigenes Ensemble. Er schuf mittlerweile über 50 Choreografien in allen Dimensionen, vom Solo bis zum Großformat. Preljocaj arbeitete und arbeitet regelmäßig mit zahlreichen namhaften Künstlern zusammen. Zu seinen Auszeichnungen zählen der Benois de la danse sowie der Bessie Award. Angelin Preljocaj schuf zudem verschiedene Tanzfilme. Im November 2016 erschien in Zusammenarbeit mit der Drehbuchautorin Valérie Müller der Film „Polina, danser sa vie“, der auf dem Comicroman des französischen Zeichners Bastien Vivès basiert.