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L.A. Dance Project

08. bis 10. August – 20:00 Uhr

Foto: Erin Baiano


Künstlerische Leitung: Benjamin Millepied
Choreografien: Orpheus Highway (Deutschlandpremiere), Bach Studies (Part 1) (Deutschlandpremiere),
Homeward (Deutschlandpremiere)

8. – 10. August, 20:00 Uhr, Hafen 1

Werkeinführung am 8. August, 19:15 Uhr Foyer Hafen 1

Gesamtspieldauer einschl. Pausen: ca. 1 Stunde 30 Minuten

Orpheus Highway (Deutschlandpremiere)

Choreografie: Benjamin Millepied
Musik: Steve Reich
Licht: Benjamin Millepied, Jim French
Video: Benjamin Millepied, Nick Williams, Trevor Tweeten
Kamera: Trevor Tweeten
Kostüm: Benjamin Millepied
 
In seiner Choreografie „Orpheus Highway“ geht Millepied mittels eines raffiniert ineinander verwobenen Zusammenspiels von Film und Tanzaufführung der tragischen Liebesgeschichte des gleichnamigen mythischen Protagonisten nach. Neun Tänzer auf der Bühne interagieren mit einem herausfordernden, teils dominanten filmischen Hintergrund, den sie spiegeln, gegen den sie sich auflehnen und mit dem sie in immer wieder überraschenden Sequenzen spielen. Steve Reichs überaus expressives „Triple Quartet“ treibt die Choreografie ihrem dramatischen Schluss entgegen.

Bach Studies (Part 1)

Deutschlandpremiere
Choreografie: Benjamin Millepied
Musik: Johann Sebastian Bach
Licht: Rick Murray
Kostüm: Alessandro Sartori für Ermenegildo Zegna Couture

Benjamin Millepied beschäftigt sich seit längerem mit den Kompositionen von Johann Sebastian Bach. Inspiriert von der Tiefe und Komplexität der Musik, setzt er in seiner Choreografie „Bach Studies (Part 1)“ unter anderem die Kompositionstechniken des Kontrapunkts, der Fuge und des Kanons aus Bachs Partita für Violine Nr. 2 d-Moll in eine choreografische Arbeit um, die zugleich technisch anspruchsvoll, feinfühlig und emotional fesselnd ist und geradezu meisterhaft Musik in Bewegung übersetzt.

Homeward (Deutschlandpremiere)

Choreografie: Benjamin Millepied
Musik: Bryce Dessner
Kostüme und Video Design: James Buckhouse
Licht: Rick Murray

Das kurze, schnelle Stück „Homeward“ zu einem Videokunstwerk des amerikanischen Künstlers James Buckhouse lässt sich keiner eindeutigen klassischen oder modernen Kategorie des Tanzes zuordnen. Die tänzerische Antwort auf die Musik, Bryce Dessners lebendiges Stück „Aheym“, erinnert an die frei fließende Musikalität eines Paul Taylor – unbekümmert, aber mit strengen technischen Regeln und von einer formalen Intensität, die ihre Wurzeln im Klassizismus hat.

Der Choreograf und Künstlerische Leiter

Benjamin Millepied ist Choreograf, Filmemacher und war professioneller Tänzer am New York City Ballet. Geboren im französischen Bordeaux, begann er seine Tanzausbildung im Alter von acht Jahren. 1995 trat er dem New York City Ballet bei, wo er in allen Hauptrollen des Repertoires als Erster Tänzer besetzt wurde. 2012 gründete er in Los Angeles seine eigene Company, das L.A. Dance Project. Doch Millepieds choreografische Arbeit findet sich auch in den Repertoires vieler anderer Tanzensembles in aller Welt, darunter das Ballett der Pariser Oper, das San Francisco Ballet, das American Ballet Theatre und die Berliner Staatsoper. 2010 war Millepieds Choreografie Teil von Darren Aronofskys preisgekröntem Film „Black Swan“, in dem er auch mitspielte. 2013 wurde Millepied zum Direktor des Balletts der Pariser Oper ernannt. Er entwickelte die Programme für zwei überaus erfolgreiche Saisons, bevor er 2016 zurücktrat, um sich wieder auf die Entwicklung des L.A. Dance Projects zu konzentrieren.

Die Company

2012 wurde das L.A. Dance Project (LADP) von Benjamin Millepied in Los Angeles gegründet, als kreatives Zentrum, in dem Künstler verschiedener Disziplinen zusammenwirken. Es fördert künstlerische Kooperationen über alle Disziplinen, Kulturen und Communities hinweg sowohl in Los Angeles als auch in aller Welt. Die L.A. Dance Project Company besteht aus zwölf Tänzern unter der Leitung ihres Künstlerischen Leiters Benjamin Millepied. Die Company probt und spielt in ihren eigenen Studios und führt ihre Produktionen darüber hinaus in aller Welt auf. Wichtigster Ansatz für die künstlerische Arbeit ist die multidisziplinäre Zusammenarbeit mit Bildkünstlern, Musikern, Designern, Filmemachern und Komponisten. Seit seiner Gründung ist die Company in nahezu 100 Städten rund um den Globus aufgetreten. Mit ihrem diesjährigen Besuch bei den Movimentos Festwochen kommt die Company zum ersten Mal nach Deutschland.